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Hm.

Also, nicht, dass ich den Sommer über schlafend verbracht hätte, nicht falsch verstehen. Aber wie erkläre ich sonst, dass hier plötzlich wieder ein Eintrag erscheint? Einfach so! Und heißt das jetzt, dass ich „wieder schreibe“? Das habe ich schließlich schon öfter gedacht, – und dann war’s nicht so. Heute schreibe ich jedenfalls, weil sich schon wieder seit Wochen (ach was, seit Monaten) Zeug in meinem Kopf und Gefühlshaushalt herumwälzen, die ich einfach nicht sortiert kriege. Auch das Sprechen darüber hilft meistens nur kurz. Manchmal auch gar nicht. Hängt ja auch immer stark davon ab, mit wem man nun so spricht…

– Ob Schreiben da vielleicht hilft?

Weiß ich doch nicht. Könnt‘ ich aber mal wieder machen…

– Au ja. Und jetzt aber mal so richtig, ohne Bremse, ganz radikal, schonungslos, ’ne?

Ach, hm, naja. Das wünsch‘ ich mir schon so lange, aber ich bin ja doch ein Schisser und oft viel zu höflich. Schnell hat man Leute mitbetroffen, die gar nicht betroffen werden wollen und womöglich auch gar nicht damit umgehen können.

– Hier liest doch sowieso keiner mehr; biste doch völlig ungestört!

Na, der eine oder andere wird hier schon noch mal vorbeigucken, und dann spricht sich das rum und so…

– Dann mach‘ einen neuen Blog auf, anonym!

Ach komm, den liest dann doch erst recht keiner. Und was soll ich denn mit drei Blogs, in denen sich nix tut? Vielleicht isses ja eh‘ nur ’n kurzer Anfall?

– Dann schreib‘ doch einfach auf Deine Festplatte und fertig… *augenroll*

Hab‘ ich versucht, ist irgendwie nicht so richtig interessant, da fehlt mir was, dann kann ich’s auch gleich im Kopf drinlassen. Gelesen werden möcht‘ man ja schon. So’n bisschen in die Welt seufzen, mal was fragen, wilde Behauptungen und Theorien aufstellen. Vielleicht gibt ja auch mal jemand ’ne kluge Antwort? Oder ’ne bescheuerte, kann doch auch lustig sein.

– Ja, was denn jetzt?!

Jetzt nörgel‘ mich nicht voll, hier. Ich schreib‘ jetzt mal was und dann gucke ich, wie ich das so finde. Das nennt man „ergebnisoffen“, übrigens. Ich muss mich ja eventuell auch erstmal wieder entrosten (hoffentlich muss ich mich nicht großflächig mit „Caramba“ einsprühen!), mit dem Schreiben bin ich aus der Übung, aber: hab ich schon erwähnt? Im Klicken bin ich mittlerweile echt super.

– Na, denn man tau. Ich guck’s mir mal an.

Ja. Hömm. Aaaa-haalsooo, äh.
Dann geht’s jetzt los:

Immer häufiger erwache ich morgens mit einem Werbejingle im Ohr, ein deutliches Zeichen dafür, dass ich zuviel fernsehe. Heute zum Beispiel ist es eine gepfiffene Melodie und die Textzeile „Ich bin ein Gourmeggle!“, gestern war es „Tolle Auswahl und echt schick…“ – Das ist furchtbar und auch ziemlich peinlich, finde ich. Fernsehen ist aber eine leicht verfügbare Möglichkeit, das Karussell im Kopf nicht so laut knirschen zu hören, während es seine unendlichen Runden dreht. Ist ein eher robustes Fabrikat, mein Karussell, und abenteuerlich verzweigt, Teile davon drehen sich bereits seit Jahren unermüdlich, andere erst seit Wochen, manche Teile halten auch schon mal ein Weilchen inne und setzen sich dann Monate später plötzlich wieder langsam in Bewegung, ohne dass man sehen könnte, wie die Sache nun eigentlich genau funktioniert. Irgendwo schwingt und rappelt immer was, und: Die Stromkosten sind leider enorm.

Das ist wohl auch der Grund, warum ich gerade nicht so recht vom Fleck komme. Müsste ich aber, denn ich weiß jetzt schon: Es wird viel passieren. Oder besser: Es muss viel passieren, und zwar durch mich. Was genau, ist in großen Teilen aber noch undeutlich, das hängt ja eben von mir ab. – Alles klar, soweit?

Ich werde mal genauer: Nach über vier Jahren Fernbeziehung zeichnet sich ab, dass ich meine geliebte Heimatstadt Hannover wohl eines ungenannten Tages verlassen muss. Das fällt mir tonnenschwer, denn wer mich kennt, der weiß, dass ich nie ein richtiges Zuhause hatte, bis ich es mir vor 14 Jahren selbst geschaffen habe. Und zwar hier im dritten Stock, auf muckeligen 54 Quadratmetern mit weitem Fernblick an mächtigen Pappeln vorbei nach Süden und so. Ich mag mein Viertel, bin nach drei Schritten mitten im Grünen, ich weiß wo in der Stadt alles ist, und es ist auch alles da was ich mir von einer Stadt wünsche: Kultur, hübsche Ecken, prima Infrastruktur, passende Läden für jeden Bedarf (und ich hab‘ Bedarfe, jawoll!) und natürlich meine Freunde. Vor Jahren habe ich mal ganz überrascht festgestellt, dass ich mich hier über die Jahre selbst verwurzelt habe, also richtig angekommen bin. Das war schön.

Und dann will ich demnächst nach Duisburg ziehen?

Nee, will ich eigentlich nicht, auch wenn ich das Ruhrgebiet super finde. Deswegen ziehe ich auch nicht nach Duisburg, sondern meinem Liebsten entgegen. Genauer Zeitpunkt: unklar. Irgendwann nächstes Jahr, wohl. Lebte er in Kassel, wäre es eben Kassel… Da habe ich mit dem Ruhrgebiet also schon ziemlich Glück gehabt. Und was mache ich dann da? Unklar. Demnach müsste erstmal ein Job her. (Noch schöner wäre es, ich könnte mich selbstständig machen, aber das schaffe ich einfach nicht alles auf einmal. Der eigene Laden kommt also erst später, – wenn. Auch darüber habe ich schon Monate des Nachdenkens verbracht, bis ich es erstmal hintanstellen konnte.) Ich schaue also momentan, was der Jobmarkt im Ruhrgebiet so hergibt und dann fühlt es sich total fremd an, sich vorzustellen, ich würde in Düsseldorf oder Mülheim arbeiten. Und wann ist überhaupt der richtige Zeitpunkt für den Absprung? Freunde wissen, dass wir im nächsten Jahr einiges vorhaben. Werde ich dann schon Duisburgerin sein? Nicht?

Es fällt mir sehr schwer, in diesem Knäuel den Anfang zu finden. Vielleicht will ich ihn auch noch gar nicht finden, denn wenn ich ihn habe, beginnt sich ab da alles abzuwickeln, was mein jetziges Leben in Hannover ausmacht. Davor habe ich, ehrlich gesagt, einen Heidenschiss. Mit 46 ein komplett neues Leben zusammenschreinern? Diesmal sollte dann aber alles sitzen! Vor 15 Jahren hätte ich vor Begeisterung vielleicht in die Hände geklatscht, doch ich fühle (und hier kommt jetzt langsam ein anderes Thema mit ins Bild): meine Grundkonstitution hat gelitten in den letzten Jahren. Mir liegt deutlich spürbar was auf der Seele, das da bisher nicht runterkann, aber stetig Energie wegzieht. Wenn ich mal Stille um mich habe (also sogar das Karussell mal schweigt), ich mal wirklich in mich reinfrage, ob vielleicht jemand zuhause ist, dann meldet sich zuverlässig eine bestimmte Stelle: Hinter dem Brustbein, da sitzt was. Es fühlt sich wie ein dunkler, schleimiger Klumpen an, der nicht weichen will. Ich glaube, ich kenne diesen „Trauerkloß“ und weiß, wann er woher aufgetaucht ist. (Vielleicht erzähle ich das ein andermal.) Wie ich ihn allerdings wieder loswerde, das habe ich noch nicht rausgefunden, leider. In meiner Vorstellung müsste ich ihn mal kräftig aushusten oder ausk… , na Ihr wisst schon. So wie im Manga. Das Ding würde sich jammernd verkriechen und ich würde still-beseelt vor mich hin leuchten und wüsste: Jetzt kannste wieder loslegen, Bann gebrochen (ha!), – her mit den Abenteuern!

Leider und zum Glück ist mein Leben aber kein Manga und ich muss irgendwie anders weiterwurschteln. Es gibt beispielsweise Überlegungen, die Wohnung in Hannover einfach noch ein bisschen zu behalten, bis ich mich im neuen Zuhause ganz gut angekommen fühle. Vielleicht kann man ja zeitweilig untervermieten oder sowas. Als Hintertürchen. Zum Glück hat der Liebste Verständnis für meine Nöte und unterstützt mich moralisch. Meine Stadt kann er mir aber nicht ersetzen, das ist klar. Und natürlich mache ich mir Sorgen, dass es ungut auf unser Verhältnis zueinander schlägt, wenn ich Heimweh bekommen sollte, was sicher mal passiert. Aber ich will natürlich auch bei ihm sein! Endlich ohne Zeitvorgaben leben, spontan reagieren können, sowas. Meine Freundin hat dazu neulich ganz passend gesagt: „Wenn ich mir das so für mich vorstelle, dann wäre ich ganz genau 50:50 zwischen Liebe und dem, was Zuhause bedeutet. Das könnte ich auch nicht entscheiden. Furchtbar!“ Ach, und dann gibt’s ja auch noch diese Geschichte vom Esel, der zwischen zwei Heuhaufen verhungert, weil er sich nicht entscheiden kann… Aber ich habe mich ja nun schon entschieden, es nur noch nicht umgesetzt.

Und ich weiß, dass es die „richtige“ Entscheidung hier gar nicht gibt; – ich verliere immer etwas, das mir viel bedeutet.

Was ich gewinne, weiß ich erst, wenn es soweit ist und wünsche mir einfach, dass es dann gut ist.

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Kastanienbewegung_2013_14Machste mit? Zur Teilnahme bitte auf’s Bildchen klicken…!

Liebe, tapfere Kastanienbeherberger und Bollenbeweger,

– endlich sind sich mal alle in etwas einig:
Der Winter hat jetzt aber gefälligst lang genug gedauert!

Niemand mag mehr das schlimme „Sch…“-Wort rieseln sehen oder sagen hören, entkräftet wendet man sich mittlerweile vom Wetterbericht ab und kauft verzweifelt Narzissenzwiebeltöpfe oder beschleifte Primelkörbchen, um endlich mal wieder was Frischbuntes auf die erschöpfte Aura zu kriegen. Aber das Erdulden der gegenwärtigen Umstände soll uns nicht reichen, – wir müssen selbst was tun!

Und darum kitzeln wir den Frühling mal aus dem Winterschlaf, und zwar am

kommenden Sonntag, den 24. März 2013 um 12:00 Uhr

Theos_Kastanienbewegung_201

So soll es sein. Nehmt nun erst noch ein paar Tage dankbaren Abschied von der liebgewonnenen, braven, glattgestreichelten, aber dennoch bestimmt inzwischen deutlich angerunzelten Kastanie, die Euch so sanft schimmernd und leise bestärkend durch den usseligen Winter begleitet hat. Das hat sie nämlich gut gemacht.

Und dann tretet am Sonntag gegen späten Vormittag vor’s Haus, sucht Euch ein schönes Plätzchen, knöpft vielleicht sogar einen Piccolo auf und wartet, bis es zwölfe ist. Um Punkt Zwölf holen wir dann alle -jeder an seinem Ort- aus und werfen gemeinsam den Winter weit von uns. Aber mit ordentlich Schwung, wenn ich bitten darf!

Wir werden sehen, dann wird er schon kommen, der Frühling…

Ich freu‘ mich schon auf Euch und Eure Berichte!

Bis dahin, zartgrüne Grüße
.
Eure Zazie.

Wie hier letzte Woche angekündigt, will ich mich heute endlich mal den Schokoladen widmen, die man mir vor zwei Wochen freundlicherweise am einladenden ISM-Stand des Feinkostimporteurs Viani mitgegeben hat. In den letzten Tagen habe ich sie schon mehrfach begehrlich umschlichen, doch heute finde ich erst die Zeit.

Bei der ersten Köstlichkeit handelt sich’s um die 70%ige Blanco de Criollo von Amedei. Ich hatte schon erwähnt, dass der Name “Blanco” daher stammt, dass die Kakaobohnen im Innern weiß sind (statt dunkel, wie sonst). Ebenso, dass diese neue Sorte in limitierter Auflage von nur 20.000 Tafeln produziert wurde (meine Tafel trägt die Nummer 00.057). Der edle Criollo-Kakao stammt hier aus Peru, die Erträge sind naturgemäß gering. (Nur mal so nebenbei: Lediglich schätzungsweise 5% des weltweit angebauten Kakaos ist überhaupt Edelkakao, den Rest bildet der sog. Konsumkakao (meistens “Forastero”), den wir hauptsächlich zu bunt eingewickelten Tafeln, Riegeln und Figürchen verarbeitet in den Supermärkten finden.)

Die toskanische Firma Amedei wird von den Geschwistern Cecilia und Alessandro Tessieri geführt, und Signora Cecilia scheint unermüdlich in der Welt unterwegs zu sein, um neue Geschmacksentdeckungen zu machen und sie anschließend denen zu präsentieren, die der Kakaobohne schlichtweg verfallen sind… – So wie ich.

Was -wie immer- als erstes ins Auge fällt, ist (…)

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Mannomann, wir hatten wieder dreitägige Weinprobe… Leute, das ist wirklich… Also…

Dann stürmen die Leute die Hütte und probieren alles, was rumsteht. Und auch das, was was nicht rechtzeitig weggeräumt wird. (Wirklich. Ich wundere mich, dass noch niemand die fiesen Rückschüttgefäße austrinken wollte. Darin schwappt ein -nennen wir’s mal- Spezialcuvee…)  Einer hat sich beispielsweise einfach eine auf dem Regal stehende Einzelflasche aufgeknöpft und halb leer getrunken, obwohl sie sichtbar nicht zur Probe gehörte. Die fand ich dann später. Was wir auch noch tagelang hinterher finden, sind leere, schmutzige Gläser, weil die Leute die einfach irgendwo ins Regal schieben, wenn sie genug haben. Schön is das nich. Da ich am Ausschank für die teuren Weine stehe (damit sich die Kunden das gute Zeug nicht etwa selbst portionieren), muss drei Tage am Stück redenredenreden. Und natürlich immer die selben Sachen sagen…

Deshalb war ich mir schon sicher, dass sich dann Sonntagmorgen zuhause folgender Dialog entspinnen würde:

Ich: „Frühstücksei?“
Er: „Ja, gern.“
Ich: „Hab‘ ich zwei Jahrgänge da. ’07er und ’09er. Welchen möchten Sie zuerst?“

Nur eiserne Selbstkontrolle sorgte übrigens dafür, dass das nicht geschah…

Mein „Wochenende“ bestand jedenfalls daraus, dass ich, als ich Samstagabend nach Hause zum Liebsten kam (leicht angekurvt vom „Endlich-geschafft!-Champagner mit den Kollegen), erstmal noch eine angefangene, halbe Flasche spanischen Weißweins mit ihm wegarbeitete, bevor wir auf den teuren Leckerriesling umstiegen, der noch im Kühli lag… Nebenbei kochte ich in meiner aufgedrehten Erschöpfung sogar ziemlich leckeres Paprikahuhn mit Nudeln. -Das Rezept krieg‘ ich nie mehr zusammen!

Nach einzwei Stunden krausen Herumredens und Gekichers fiel mir dann ein, dass ich ja noch Silvester nachholen muss! Da ich am 31.12. ja gegen 23:00 Uhr krank geworden war, war der traditionelle Abschuss meiner Jahreswechsel-Einzelrakete ausgefallen. Eine Rakete reicht mir nämlich voll und ganz, aber die muss dafür sein! Schließlich schicke ich damit meinen jeweils dicksten Wunsch für das Jahr näher zum Himmel, in der Hoffnung, dass der irgendwo Gehör findet. Seit ein paar Jahren verwende ich dafür eine von diesen Leuchtkugelbatterien, weil man normale Einzelraketen am Stöckchen ja nirgends mehr bekommt. So. Das musste jedenfalls noch erledigt werden, damit das Jahr auch „gilt“. (Außerdem stand die Knallkiste noch hier im Wohungsflur, und ich kam da immer mit dem Staubsauger gegen…)

Also zogen wir im Nieselregen los, jeder ein Glas vom feinen Riesling in der Hand, zu den Ihmeauen hin. Ich war sehr beschwingt, was leider dazu führte, dass ich eventuell etwas kleckerte. Vielleicht waren meine Ärmel aber auch bloß vom Nieselregen feucht. An „unserer“ Bank (die jedoch zwischenzeitlich Irgendjemand abmontiert hat, denn da waren nur noch die Füße… -dann sind das jetzt eben „unsere“ Füße), wurde das Gerät aufgestellt und ordnungsgemäß seiner Bestimmung als Wunschübermittler zugeführt. Piffpaff. Danach ging’s mir gleich viel besser. Darauf noch ein Schlückchen.

Das hier (s.u.) musste ich natürlich aufheben. Klebt jetzt in der Küche, wo immer alles klebt, was ich für ein Weilchen im Blick behalten möchte.

Anzuendung

Im Anschluss passierte eigentlich nicht mehr viel. Die Flasche wurde leer, ich schwindelte mich ins Bett, Licht aus.

Ja, und Sonntag konnte ich dann nur noch: Vorsichtig herumgehen, vorsichtig frühstücken, vorsichtig mal eben in die Stadt (Kuchen besorgen), vorsichtig liegen. Sogar Baden war zu anstrengend! Und gestern (ich hatte frei und eigentlich ganz viel vor), brachte ich um sechse morgens den Liebsten zum Zug und begab mich im Anschluss wieder in Liegeposition für den Rest des Tages…

– Und heute, wo ich endlich etwas Spannkraft zurück gewonnen habe, muss ich wieder arbeiten! (Hier resignierte Miene einfügen.)

Nützt ja nix, auf geht’s.

ISM 2013.

Es ist wieder soweit: Ein Jahr ist vergangen, die ISM ruft.

Da es leidenschaftlichen, dem Thema “Süßwaren & Feines” verfallenen Bloggerinnen leider immer noch nicht möglich gemacht wird, ganz normal via Kölnmesse-Online Eintrittskarten zu bestellen, gehen wir erneut den kleinen Umweg über zwei liebreizende Damen, die glücklicherweise ein schnuckeliges Ladencafé in M. betreiben und somit in der Macht stehen, uns Tickets zu besorgen. Frollein S. hat alles fein organisiert und ist mit dabei, Kamerist Mike ebenso und ich ja ohnehin. Es ist inzwischen meine sechste ISM, trotzdem bin ich immer noch kribbelig. Jedes Jahr freue ich mich wieder auf Buntes, Quietschsüßes, Originelles, Köstliches, Neues, Verrücktes und kann mich kaum satt sehen. (…)

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Danke, Wiglaf.

Wenn man stundenlang in der Stadt umher geirrt ist, sich in allen Umkleiden bei furchtbarem Licht seine Ringe (sowohl unter den Augen, als auch auf den Hüften), außerdem seine so genannten „Problemzonen“ und flusigen Haare besehen hat, und dann müde und ernüchtert bis frustriert nach Hause kommt… – dann…!

Ja, dann: Muss man Wiglaf Droste lesen.

Die zart-verliebte Art und Weise, wie er -bei aller westfälischen Rauheit- über Frauen und ihre Schönheit, den Genuss an der Weichheit ihrer körperlichen Nähe schreibt, hat was wahrhaft Heilendes für Herz und Seele und Polstergruppen.